Katharina Aletaha

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Das Wesen der TCM

Die Chinesische Medizin behandelt nach ganzheitlichen Gesichtspunkten und sieht den Menschen als Gesamtbild von Körper, Geist und Seele. Bei einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Yin und Yang kann die Lebensenergie Qi ungehindert im Körper fließen, der Mensch fühlt sich gesund. Beschwerden und Symptome zeigen sich, wenn dieses dynamische Gleichgewicht gestört wird.

 

Am Beginn jeder Behandlung nach traditionell chinesischen Gesichtspunkten steht eine genaue Untersuchung, wobei die detaillierte schulmedizinische Untersuchung eine wichtige Basis ist. Nach einer umfassenden Anamnese einschließlich einer körperlichen Untersuchung erfolgt eine Diagnosestellung nach TCM mit Hilfe der Zungen- und Pulsdiagnostik.

 

Um ein Ungleichgewicht im Körper wieder herzustellen, stehen je nach Diagnosestellung unterschiedliche Methoden der TCM zu Verfügung:

  1. In der Akupunktur wird mittels feinen Nadeln an bestimmten Punkten der Energieleitbahnen des Körpers der Energiefluß reguliert. Die Diagnose entscheidet, welche Punkte kombiniert werden, wie lange die Akupunktursitzung dauert und wie oft diese wiederholt wird. Bei Kindern verwendet man anstatt der Nadeln einen Laser zur Stimulation der Akupunkturpunkte.
  2. In der ChinesischenPhytotherapiewerden spezielle Kräuterrezepturen individuell auf den Patienten abgestimmt und als Dekokt oder Granulat verschrieben. Während der Therapie wird die Rezeptur entsprechend dem momentanen Zustand des Patienten stets angepasst.
  3. Mit Hilfe von speziellen Ernährungsempfehlungen sowie einer gesunden Lebensweise kann man selbst für sich Verantwortung übernehmen und viel zu seinem Wohlbefinden beitragen.

Wann ist TCM sinnvoll?


Eine Reihe von Symptomen und Erkrankungen gehören zu den klassischen Erscheinungsbildern der chinesischen Medizin und sind dementsprechend der TCM-Therapie sehr gut zugänglich. Dazu gehören:

  1. Akute und chronische Schmerzen unterschiedlicher Ursache, u.a.
  2. Schmerzen des Bewegungsapparates, wie z.B.entzündlich-rheumatische und degenerative Schmerzen, Fibromyalgie, regionale Schmerzsyndrome
  3. Organische Schmerzen, wie z.B. Tumorschmerz
  4. Neurogene Schmerzen, wie z.B. Zoster-Neuropathie, Polyneuropathie u.a.
  5. Vegetative Störungen, wie z.B. Schlaflosigkeit, Erschöpfungssyndrome, funktionelle Herzbeschwerden, innere Unruhe
  6. Erkrankungen der Atemwege, wie z.B. gehäuft auftretende Erkältungskrankheiten, Asthma, Heuschnupfen
  7. Neurologische Erkrankungen, wie z.B. Migräne, Neuralgien, Facialisparese, Bewegungsstörungen, Multiple Sklerose
  8. Verdauungsstörungen, wie Obstipation und Diarrhoe, funktionelle Magen-Darm-Störungen
  9. Gynäkologischen Erkrankungen wie Zyklusstörungen und Menstruationsschmerzen, Wechselbeschwerden sowie im Rahmen der Geburtsvorbereitung und bei Schwangerschaftserbrechen
  10. Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen wie z.B. Sinusitis, Tonsillitis, Tinnitus